ATLANTOI® Räucherungen

Die Geschichte vom Räuchern

Räuchertraditionen in alten östlichen Kulturen

Die Meder und Perser verbrannten in den Feuerschalen der Tempel Weihrauch, aber auch Sandelholz und Zimt zu Ehren von Gott Mithra. In Indien spielten Wohlgerüche aller Art schon immer eine große Rolle. Das Wissen um kostbare Parfüms, edle Salböle und natürlich Weihrauch ist auch im berühmten Kamasutra festgehalten.

Die Räuchermischungen setzten sich zuerst aus Benzoe, kostbaren Holzarten, Wurzeln, Beeren, Blüten und Blättern zusammen. Später importierte man Weihrauch aus Arabien. Das Hauptgewicht der Räucherungen lag allerdings auf Sandelholz, das heute in allen Räucherstäbchen zu finden ist.

Die Inder nutzten den "heiligen Rauch", um sich in Trance zu versetzen, hellseherische Fähigkeiten zu erlangen und um mit ihren Göttern Verbindung aufzunehmen. Auch heute noch werden vor den Bildern von Shiva und Krishna Weihrauch und Blüten geopfert.

Auch die Chinesen sind seit alters her mit dem Gebrauch von Weihrauch vertraut. Sie opfern ihn auch heute noch den Ahnen und den Geistern. Man entzündet ihn vor der Befragung des I-Ging und vor der Anrufung der Götter. Auch bei Begräbnissen wurde er verwendet, um die Verstorbenen friedlich zu stimmen. Die Chinesen räucherten auch regelmäßig ihre Häuser, um die Dämonen der Armut zu vertreiben.

In Japan hat die Herstellung von Räucherstäbchen eine lange Tradition, die man ursprünglich von den Chinesen übernommen hat. Es werden nur die erlesensten Rohstoffe für das Mischen von Räucherwerk verwendet. Und wie für die Parfümherstellung der Parfumeur zuständig ist, so ist es hier der "Meister des Koh", der die einzelnen Räucherstoffe zu einer harmonischen Duftmischung zusammenstellt. Verwendet werden das kostbare Jinko (Adlerholz), Sandelholz, Benzoe, Nelke, Zimtrinde, Weihrauch, Sternanis, Kampfer und viele mehr. - Es ist heutzutage auch sehr schick, Duftpartys zu veranstalten, bei welchen man mit Räuchermischungen experimentiert.

Das Christentum

Die frühen Christen lehnten Weihrauch ab, weil er sie an heidnische und jüdische Gebräuche erinnerte, sicher aber auch, weil Weihrauch teuer war und die frühen Christen meist arm waren.

Doch aus Überlieferungen geht hervor, dass der Weihrauch sich im 4. Jahrhundert n. Chr. auch bei den Christen bereits durchgesetzt hatte, und auch heute noch wird er in der katholischen Kirche verwendet.

Altamerika

Im alten Mexiko und im alten Peru war das Räuchern Teil der Heilkunde und von Ritualen zu Ehren der Götter. Man räucherte aber auch bei der Visionssuche oder beim Wahrsagen. Auch die Konquistadoren wurden mit edlem Räucherwerk begrüßt. Die Zubereitung der Räuchermischungen unterstand nur den Priestern. Die einzelnen Substanzen wurden Farben, Tönen, Sternen und Steinen zugeordnet. Rezepturen für Kranke wurden nach deren Horoskop erstellt. Auch in den Haushalten räucherte man aromatische Kräutermischungen, und zwar in bunt bemalten Opferschalen aus Terrakotta, die man auf kleine Altäre stellte.

Eine der bekanntesten Räuchersubstanzen war das Harz des Copalbaumes. Weitere typisch altamerikanische Räuchersubstanzen sind Perubalsam, Tolubalsam, Salbei und Tonkabohne.

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